Rezension: Kirschroter Sommer




Titel: Kirschroter Sommer
Originaltitel: -
Autorin: Carina Bartsch
Verlag: Rororo
Reihe: Kirschroter Sommer 01
Seiten: 511
Preis: 9,99
ISBN: 978-3499227844
Erscheinungsdatum: Januar 2013





“'Um deine unendliche Neugier zu befriedigen Hase, ich wollte nur Milch kaufen gehen. Darf ich?'
Arroganter, blöder, selbstgeälliger, dummer...
'Du kannst dir meinetwegen auch ´ne Kuh kaufen', zische ich.
'Hab ich auch schon überlegt, ist aber zu unpraktisch.'”



Würdest du deiner ersten Liebe eine zweite Chance geben?

Die erste Liebe vergisst man nicht. Niemand weiß das besser als Emely. Nach sieben Jahren trifft sie wieder auf Elyas, den Mann mit den leuchtend türkisgrünen Augen. Der Bruder ihrer besten Freundin hat ihr Leben schon einmal komplett durcheinander gebracht, und die Verletzung sitzt immer noch tief. Emely hasst ihn, aus tiefstem Herzen. Viel lieber lenkt sie ihre Aufmerksamkeit auf den anonymen E-Mail-Schreiber Luca, der mit seinen sensiblen und romantischen Nachrichten ihr Herz berührt. Aber kann man sich wirklich in einen Unbekannten verlieben?



Emily hat ihre beste Freundin endlich wieder. Nachdem sie für ein paar Jahre in verschiedenen Städten studierten, zieht ihre beste Freundin nach Berlin und geht ihr wieder gehörig auf die Nerven.
Leider hat die ganze Sache einen Haken: Wenn sie Alex besuchen will, dann wird sie höchstwahrscheinlich auch auf Elyas treffen. Den verhassten Bruder von Alex, der ihr damals doch so wehgetan hat.
Geplagt von Hass, nervigen Rückblicken in ihre Vergangenheit und von Elyas selbst versucht Emily irgendwie ihr Studium und Privatleben unter einen Hut zu bringen. Wären da doch diese blöden Gefühle nicht.


Was wurde Kirschroter Sommer gehypet und gepriesen. Da hab ich mich dazu überreden lassen die Bücher zu kaufen und dann auf den richtigen Moment gewartet, in dem ich Lust auf Contemporary hatte. Der Zeitpunkt ist gekommen.

Der Schreibstil ist locker und gut lesbar. Man kommt schnell durch die Seiten und ich mochte den Humor und Sarkasmus total. Carina Bartsch hat Emilys Erzählungen immer wieder mit ein paar amüsanten Gedanken aufgelockert, was dem Buch überhaupt nicht schadete.

Die Geschichte ist typisch Contemporary. Ich hasse dich, doch hab auch Gefühle für dich, was ich ab und zu echt gerne lese. Ehrlich. Aber bei Kirschroter Sommer kam es mir teilweise etwas lächerlich vor, warum sie ihn hasste.
Versteht mich nicht falsch, das Buch hat mir gut gefallen, aber die ganze erste Hälfte tut sie so, als wäre Elyas der Teufel höchstpersönlich, obwohl er die meiste Zeit über echt nett ist und als dann die große Enthüllung kommt, weswegen sie ihn so hasste, war es... puff... plötzlich alles so lächerlich, weil es einfach so eine Kleinigkeit war. Zusätzlich grenzte Elyas dauernde Aufmerksamkeitssuche bei Emily wirklich schon an Belästigung.
Zumindest kam es mir so vor.
Jedoch ist das Buch wirklich unterhaltsam, mal abgesehen von ein paar Punkten bei denen ich mit Emily überhaupt nicht übereinstimme, aber die kann man (ich) ja gekonnt ignorieren.
Wenn man über die ganzen Fehler hinwegsieht, dann ist Kirschroter Sommer ein unterhaltsamer Liebesroman. Die kleinen Streitereien zwischen Emily und Elyas sind amüsant, der Sarkasmus on point und die Nebencharaktere geben dem ganzen noch etwas Würze.
Ziemlich am Anfang beginnt Emily eine Mail-Freundschaft mit einem Unbekannten, der sich als Luca vorstellte. Sie hat keine Ahnung, wer er ist, oder was genau er eigentlich von ihr wollte, aber mir war ziemlich schnell klar, mit wem Emily da hin und her mailte. Ich fand das so offensichtlich und obwohl es sich im ersten Buch noch nicht aufgelöst hat, weiß man es spätestens ab dem Ende.
Als Emily ihre letzte Mail im Buch geschrieben hat, musste ich den Kopf so heftig schütteln, dass ich die Worte nicht mal mehr richtig lesen konnte (Übertreibung, keine Sorge ^^)
Aber ehrlich, abgesehen von ein paar vorhersehbaren Punkten und Aussagen, die mir total gegen den Strich gingen, konnte ich Kirschroter Sommer wirklich genießen. Etwas leichtes, für zwischendurch eben. :)

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, und auch wenn ein paar Stereotypen dabei waren, konnte man mit ihnen gut leben.
Emily ist sarkastisch, intelligent und weiß sich verbal zu verteidigen. Leider stimmte ich mit ein paar ihrer Weltansichten überhaupt nicht ein, aber trotzdem war sie in Ordnung.
Elyas ist ein charmanter, junger Mann, der intelligent und sozial ist. Seine Annäherungsversuche an Emily grenzten zwar oft an Belästigung, aber wenn diese nicht gewesen wäre, dann wäre er wirklich schon perfekt gewesen.
Dann ist da noch Alex, Elyas Schwester und Emilys beste Freundin, die die Überdrehtheit (ist das ein Wort? ^^) in Person ist. Immer auf Zack, immer am Plappern und immer amüsant.
Auch Sebastian, Elyas Kumpel, war echt nett. Er war zwar teilweise etwas zu perfekt, aber hey, a girl can dream. ;)
Ansonsten waren noch ein paar Freunde von Elyas dabei, gerade die Mädels, die von Emily halt sehr stereotypisch beschrieben werden. Das typische Klischee von zickigen Mädels, aber mit der Zeit ändert sich das, weil sie sie kennen lernt.
Ansonsten gab es da noch Luca, der alles ist, was sich Emily von einem Mann wünscht, aber eben nur ein Internetfreund. Mehr sag ich aber auch nicht dazu ;)


Ich finde das Cover ganz nett, auch wenn es mich jetzt nicht vom Hocker haut. Die Menschen sehen den Beschreibungen entsprechend aus, was auch schon mal gar nicht so üblich ist. Ich mag die Schrift von "Kirschroter" total, aber mir ist das eben ein wenig zu Pink ^^ Im Inneren befinden sich ab und zu mal ein paar Schnörkeleien, die auch ganz hübsch waren :)


Kirschroter Sommer hat zwar seine Fehlerchen, aber es ist ein nettes Buch für zwischendurch. Wenn man über die teilweise stereotypischen Dinge hinwegsehen kann, dann wird man das Buch sicherlich genießen. Der Humor war Top, genau mein Ding und dafür bekommt das Buch von mir 3 von 5 Pingus. :)





Kommentare on "Rezension: Kirschroter Sommer"

  1. Ich habe das Buch im letzten Jahr gelesen, ab und zu lese ich gern Bücher für die jüngere Generation, obwohl ich doppelt so alt bin :) Mir hat der lockere, leichte Lesestil auch gefallen, aber warum sie ihn hasst, ist mir auch nicht so klar geworden bzw. fand ich es bissel übertrieben. Ich mochte Elyas, ehrlich gesagt, auch viel lieber. Der zweite Band steht noch im Regal, ich wollte ihn längst gelesen haben, aber na ja, da waren dann immer wieder andere, interessante Bücher. Normal bemühe ich mich; Buchreihen zügig hintereinander weg zu lesen, damit man nicht rauskommt, aber ich erinnere mich noch ganz gut an die Story. LG

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    1. Hallo Lesehimmel,

      in dem Fall haben wir ja ähnliche Ansichten, was das Buch angeht. :)
      Elyas war wirklich in Ordnung, auch wenn ich fand, dass seine ständige Aufmerksamkeitssuche teils fast schon in Belästigung überging. ^^
      Ich sollte den zweiten Band bald lesen, bevor ich die Story vergesse, obwohl mir die wichtigen Punkte immer im Gedächtnis bleiben. Sonst lese ich Reihen nämlich auch gerne in einem Zug.

      lg bibi ;)

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    2. Ja, das haben wir dann wohl :) Richtig, Elyas war teilweise etwas nervig in seinen Bemühungen, aber irgendwie fand ich ihn auch süß dabei, zumal Emily ja ständig dachte, dass sein Interesse gar nicht so groß ist ^^.

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